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Blinde Navigation durch Druckimpulse
Ultraschallsensoren als Helm ermöglichen sichtlose Orientierung im Raum.
05.02.2016 • 1 Kommentar

Eine Kappenkonstruktion mit sechs Modulen rund um den Kopf warnt den Träger rechtzeitig vor einer Kollision mit Menschen oder Wänden. Ultraschallsensoren übertragen dabei Informationen über Hindernisse im Raum. In der Rückkopplung wird ein Druckimpuls auf den Schädel ausgeführt. Je stärker der Druck desto näher z.B. die Wand. Prinzipiell einer Einparkhilfe am Auto nicht unähnlich könnte der "ProximityHat" eine Hilfe für Blinde oder auch Feuerwehrleute in dichtem Rauch sein.

Grundsätzlich ist der Mensch bei der Orientierung vor allem visuell ausgerichtet. Kommt es zu einer Sehbehinderung wird häufig über das Gehör kompensiert. Der Hut, der von Florian Braun vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt wurde, vermisst die jeweilige Umgebung in Echtzeit und vermittelt dann seinem Träger durch Druck auf das Stirnband, wo sich die Wand, der Durchgang oder das Hindernis befindet.

Der Vorteil gegenüber bisherigen Systemen, die beispielsweise durch Töne den Träger warnen, ist, dass die subtilen Drucksignale des ProximtyHat nicht ablenken. Der Blinde kann mit dem Drucksystem den Raum "erspüren". Das irritiert weniger als dies bei der Kommunikation über Tonsignale oder Vibration der Fall sein kann.

"Bislang standen zumeist Sehen und Hören zur Übermittlung digital erfasster Informationen an den Nutzer im Vordergrund", sagt Michael Beigl vom KIT. So haben Forscher bereits eine Software für das Smartphone entwickelt, das einen Raum ebenfalls über akustische Informationen vermessen kann. "ProximityHat weist nach, dass dies auch über die sensorische Wahrnehmung von Druck funktioniert."

"Die Entwicklung des ProximityHat erweitert die Sinneseindrücke", sagt Matthias Berning, der Brauns Bachelorarbeit betreut hat. "Man kann einen Raum dadurch nicht nur sehen oder hören, sondern ihn auch spüren." Hier sieht er auch weitere Nutzungsmöglichkeiten. So könnten die Sensoren auch vor gemessenen Gefahren, etwa durch starke Luftverschmutzung, warnen. Das Feedback durch Druck könne Sehbehinderte dadurch unterstützen, die Umgebung sicher, schnell und umfassend wahrzunehmen. Die Einsatzgebiete sind vielfältig, beruflich wie therapeutisch.


Ul.Ma / physio.de

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Papa Alpaka
08.02.2016 22:24
"ProximityHat weist nach, dass dies auch über die sensorische Wahrnehmung von Druck funktioniert."


Nein, ehrlich?

"Wo's drückt ist etwas im Weg." Wenn ich den Kopf nach links drehe und eine gewatscht bekomme, wenn ich den Kopf nach rechts drehe und eine gewatscht bekomme und in der Geradeaus-Stellung nichts kriege - brauche ich einen Studierten der mir sagt das der Weg frei ist wo ich keine gelangt bekomme?

Abgesehen davon finde ich den technischen Hintergrund ziemlich cool und steckte in früheren Leben auch schon in Situationen in denen ich's deutlich einfacher gehabt hätte, wäre so ein Stirnband in der Standardausrüstung dabei gewesen :)
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[zitat]"ProximityHat weist nach, dass dies auch über die sensorische Wahrnehmung von Druck funktioniert."[/zitat] Nein, ehrlich? "Wo's drückt ist etwas im Weg." Wenn ich den Kopf nach links drehe und eine gewatscht bekomme, wenn ich den Kopf nach rechts drehe und eine gewatscht bekomme und in der Geradeaus-Stellung nichts kriege - brauche ich einen Studierten der mir sagt das der Weg frei ist wo ich keine gelangt bekomme? Abgesehen davon finde ich den technischen Hintergrund ziemlich cool und steckte in früheren Leben auch schon in Situationen in denen ich's deutlich einfacher gehabt hätte, wäre so ein Stirnband in der Standardausrüstung dabei gewesen :)
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Papa Alpaka schrieb:

"ProximityHat weist nach, dass dies auch über die sensorische Wahrnehmung von Druck funktioniert."


Nein, ehrlich?

"Wo's drückt ist etwas im Weg." Wenn ich den Kopf nach links drehe und eine gewatscht bekomme, wenn ich den Kopf nach rechts drehe und eine gewatscht bekomme und in der Geradeaus-Stellung nichts kriege - brauche ich einen Studierten der mir sagt das der Weg frei ist wo ich keine gelangt bekomme?

Abgesehen davon finde ich den technischen Hintergrund ziemlich cool und steckte in früheren Leben auch schon in Situationen in denen ich's deutlich einfacher gehabt hätte, wäre so ein Stirnband in der Standardausrüstung dabei gewesen :)



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