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auf Basis ärztlicher Veror...
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Worum es geht
Deutsche PhysiotherapeutInnen werden sich wohl über eines einig sein: Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) war dringend notwendig, um die Branche zu retten. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) verfügt über sämtliche Zahlen aus der Branche und ermittelt so einen Anstieg der Gehälter von 55,6 Prozent zwischen 2018 und 2024. Das war definitiv notwendig, wobei Physios mit durchschnittlich 3.700 Euro monatlich immer noch weniger verdienen als der Durchschnittsdeutsche (wir berichteten).
Die AOK interessiert das nur am Rande. In ihrer Berichterstattung hält sie fest, dass sich die Ausgaben für Heilmittel um 80 Prozent gesteigert hätten und verweist auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die lediglich eine Gehaltssteigerung in der Heilmittelbranche von 35 Prozent ermitteln. Ihr Fazit: Die PraxisinhaberInnen behalten die Erhöhung ein. Bevor über weitere Honorarsteigerungen diskutiert wird, solle erst einmal Geld genutzt werden, das laut TSVG schließlich für die TherapeutInnen und nicht für die Praxisleitungen gedacht sei.
So geht es nicht
Dass die AOK die Zahlen der BGW schlichtweg übersehen hat, ist unwahrscheinlich, schließlich sollen diese nach § 125 Abs. 2 Ziffer 9 SGB V „zum Nachweis der tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelte“ herangezogen werden. Hier wird also ganz offensichtlich Politik gemacht, um in den kommenden Honorarverhandlungen die Preise drücken zu können. Der SHV reichte daher Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde (der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege) ein. Argumentiert wird das mit folgenden Punkten:
Gute Erfolgsaussichten• Die AOK verwendet nur hauseigene Zahlen und behauptet, die Ausgabensteigerung im Heilmittelsektor läge bei 80 Prozent. Sie liegt aber insgesamt nur bei 71 Prozent, da Heilmittelpraxen nicht nur AOK-PatientInnen behandeln.
• Laut BGW stiegen die Umsätze in Physiotherapiepraxen zwischen 2018 und 2024 um 49,9 Prozent und die Honorare der TherapeutInnen um 55,6 Prozent. Das Argument, die Erhöhungen würden nicht weitergegeben werden, ist damit also vom Tisch.
• Überhaupt damit zu argumentieren, dass Honorarerhöhungen immer eins zu eins an TherapeutInnen weitergegeben werden müssten, ist angesichts der Inflation von 21,6 Prozent im besagten Zeitraum betriebswirtschaftlicher Nonsens.
Der SHV erwartet seitens der AOK eine Richtigstellung der Faktenlage und eine Unterlassung falscher Behauptungen in Zukunft. Die Erfolgsaussichten sind gut, denn bereits vor einem Jahr wurde die Barmer wegen eines ähnlichen Vorgehens gerügt. Auch hier hatte der SHV Beschwerde eingelegt (wir berichteten).
Kommentar des Autors
Angesichts knapper werdender Ressourcen im Gesundheitswesen wird das nicht die letzte Schmutzkampagne gegen die Heilmittelberufe gewesen sein. Eine Rüge nehmen die Krankenkassen dabei wohl bewusst in Kauf und springen damit auf den Populismuszug des postfaktischen Zeitalters auf. Ist die Lüge einmal in die Welt gesetzt, lässt sie sich kaum noch aus dem Netz entfernen – hoffentlich lassen sich Politik und Verantwortliche davon in den kommenden Jahren wenig beeindrucken.
Daniel Bombien / physio.de
WIdOHeilmittelberichtAOKKritikSHV
Es handelt sich auch nicht um Zufälle sondern um klar geplante und zeitlich gut abgestimmte Veröffentlichungen, die immer dann ihre Wirkung entfalten, wenn gerade etwas verhandelt wird.
Angesichts der unterschiedlichen Themen und Datenbasen muss man sich fragen, wieso eigentlich die Kassenaufsicht nicht konsequenter einschreitet.
Fehlerhaft waren und sind die GKV-HIS-Zahlen, die behaupteten Gehälter der Therapierenden und die behaupteten Zahlen zu Kostensteigerungen und Wirtschaftlichkeit.
Ausgerechnet die Zahlen zur Blankoverordnung sollen aber jetzt korrekt sein, obwohl sie nach dem gleichen Schema diskutiert werden wie bisher alle anderen Zahlen.
Wie Daniel Bombien richtig feststellt, handelt es sich um gezielte Schmutzkamapgnen, die wiederholt auftreten.
Erstaunlicherweise merken die Kassen in ihrer kurzfristigen Betrachtungsweise nicht einmal, dass sie die Versorgung beschädigen und selbst Kostentreiber Nummer 1 sind, weil sie Reformen verhindern und mögliche Partner der Reformen bekämpfen.
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Jens Uhlhorn schrieb:
Der Bericht ist zutreffend und zeigt einmal mehr, dass wir das Hase und Igel-Spiel nicht gewinnen können, weil die Kassen fortlaufend neue Behauptungen aufstellen, die den Weg dann in die Medien finden.
Es handelt sich auch nicht um Zufälle sondern um klar geplante und zeitlich gut abgestimmte Veröffentlichungen, die immer dann ihre Wirkung entfalten, wenn gerade etwas verhandelt wird.
Angesichts der unterschiedlichen Themen und Datenbasen muss man sich fragen, wieso eigentlich die Kassenaufsicht nicht konsequenter einschreitet.
Fehlerhaft waren und sind die GKV-HIS-Zahlen, die behaupteten Gehälter der Therapierenden und die behaupteten Zahlen zu Kostensteigerungen und Wirtschaftlichkeit.
Ausgerechnet die Zahlen zur Blankoverordnung sollen aber jetzt korrekt sein, obwohl sie nach dem gleichen Schema diskutiert werden wie bisher alle anderen Zahlen.
Wie Daniel Bombien richtig feststellt, handelt es sich um gezielte Schmutzkamapgnen, die wiederholt auftreten.
Erstaunlicherweise merken die Kassen in ihrer kurzfristigen Betrachtungsweise nicht einmal, dass sie die Versorgung beschädigen und selbst Kostentreiber Nummer 1 sind, weil sie Reformen verhindern und mögliche Partner der Reformen bekämpfen.
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Klauslogo schrieb:
Zumal hier schlichtweg die Begriffe schön durcheinander gewurstelt und schön unscharf verwendet werden. Gehälter sind nicht die Personalkosten.
Dieser Bericht zeigt doch dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn es um das eigene Geld der Kassen geht wird akribisch jeder Gesetzestext ausgelesen und den Praxen zu Lasten gelegt aber selbst nimmt man es mit den Wahrheiten und Zahlen nicht so genau. Mit dem Unterschied dass wir ihnen nichts groß androhen können wie es bei uns mit Absetzungen und Regressen der Fall ist.
Ein Trauerspiel und eine Ungerechtigkeit die nur zum Schreien ist.
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Stefan Arnold schrieb:
Man denkt ja in Deutschland wo man wegen jedem kleinen Verstoß oder eines Versehens von einem Gesetz oder Vertrag als Praxis zur Rechenschaft gezogen wird, sei es von den Abrechnungsstellen der Krankenkassen oder dem Finanzamt, läuft alles akkurat und exakt ab.
Dieser Bericht zeigt doch dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn es um das eigene Geld der Kassen geht wird akribisch jeder Gesetzestext ausgelesen und den Praxen zu Lasten gelegt aber selbst nimmt man es mit den Wahrheiten und Zahlen nicht so genau. Mit dem Unterschied dass wir ihnen nichts groß androhen können wie es bei uns mit Absetzungen und Regressen der Fall ist.
Ein Trauerspiel und eine Ungerechtigkeit die nur zum Schreien ist.
Genau diesen Weg beschreitet die AOK, wir sollten es wissen und vorbereitet sein, stattdessen lassen wir es wir immer über uns ergehen, klagen nicht medienwirksam und erhalten einen Achtungserfolg, mehr nicht. So kann und darf es nicht weitergehen!
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anika666 schrieb:
Welche Schmutzkampagne gab es denn in BaWü, die nur annähernd mit dem vergleichbar ist, was die Krankenkassen hier abziehen? In meinen Augen gab es gar keine Schmutzkampagne.
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Dorsovolar schrieb:
Upss, darüber ließe sich sicherlich diskutieren, aber inhaltlich weißt Du, worauf ich hinaus möchte...
und inhaltlich war der Einstieg in deinen Beitrag faktisch falsch und darüberhinaus im Sinne dieses Threads populistischer Mist - dem wichtigen Thema hier erweist du mit deinem parteipolitischem Manöver einen Bärendienst
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mbone schrieb:
@Dorsovolar
und inhaltlich war der Einstieg in deinen Beitrag faktisch falsch und darüberhinaus im Sinne dieses Threads populistischer Mist - dem wichtigen Thema hier erweist du mit deinem parteipolitischem Manöver einen Bärendienst
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Dorsovolar schrieb:
dass ich dümmlicherweise hier das Politikfass aufgemacht habe war ein Fehler, den Rest spar Dir
Andere wiederum bezeichnen die Konfrontation mit Fakten als Schmutzkampagne...
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Papa Alpaka schrieb:
@anika666 Stichworte Robert Habeck/"Heiz-Hammer", Patrick Graichen, Frauke Brosius-Gersdorf. Fakten 0, Behauptung 1.000.
Andere wiederum bezeichnen die Konfrontation mit Fakten als Schmutzkampagne...
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Dorsovolar schrieb:
Wir haben in Ba-Wü gerade erlebt, welche Macht Schmutzkampagnen haben. Über politische Qualität sei an dieser Stelle Stillschweigen bewahrt, am Ende zählt das Resultat.
Genau diesen Weg beschreitet die AOK, wir sollten es wissen und vorbereitet sein, stattdessen lassen wir es wir immer über uns ergehen, klagen nicht medienwirksam und erhalten einen Achtungserfolg, mehr nicht. So kann und darf es nicht weitergehen!
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MikeL schrieb:
Angesichts dieser auf Lügen basierenden Schmutzkampagne der AOK könnte man fast zur Überzeugung gelangen, dass die AOK in ihren Führungsgremien überwiegend aus AfD-Politikern bestünde, bzw. sich zumindest von solchen Leuten hat inspirieren lassen! thinking_face
ich schaue in den scheinwerfer und erkenne das gleiche muster. soll es tatsächlich so geschehen, dass man wieder den therapeutenberuf als nicht nötig genug für diese gesellschaft einstufen mag? ich dachte, das hätten wir hinter uns..
funktioniert eine moderne gesellschaft ohne rehabilitation? nein. können ärzte, krankenhäuser, rehakliniken, apotheken u.a. rehabilitation in der fläche gewährleisten. mit größter überzeugung: nein.
der artikel bei physio.de beruhigt mich. es gibt eine kraft, die zum tsvg u.a. geführt hat. es gab eine fraktionsübergreifende einigkeit, dass die therapeuten nicht weiter spielball der mächte sein können. das ist noch nicht lange her. ich glaube, dass die erinnerung noch zu frisch ist, um jetzt schon wieder die rolle rückwärts zu machen.
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Martin schrieb:
unter anderem das tsvg hat seinen ursprung darin, dass kassenobere in den zurückliegenden jahren die therapeuten als vertreter einer schwachen lobby identifiziert und zur kostenkonsolidierung der kassenbeiträge als erstes ausgeweidet haben. nicht die ärzteschaft, nicht die kliniken, nicht die apotheken, nicht der ausbreitungswucher hunderter krankenkassen mit xy mitarbeitern...
ich schaue in den scheinwerfer und erkenne das gleiche muster. soll es tatsächlich so geschehen, dass man wieder den therapeutenberuf als nicht nötig genug für diese gesellschaft einstufen mag? ich dachte, das hätten wir hinter uns..
funktioniert eine moderne gesellschaft ohne rehabilitation? nein. können ärzte, krankenhäuser, rehakliniken, apotheken u.a. rehabilitation in der fläche gewährleisten. mit größter überzeugung: nein.
der artikel bei physio.de beruhigt mich. es gibt eine kraft, die zum tsvg u.a. geführt hat. es gab eine fraktionsübergreifende einigkeit, dass die therapeuten nicht weiter spielball der mächte sein können. das ist noch nicht lange her. ich glaube, dass die erinnerung noch zu frisch ist, um jetzt schon wieder die rolle rückwärts zu machen.
Es gibt nur einen Weg, um diesen immerwährenden Routindaten-Märchen den Stecker zu ziehen: Eine eigene valide Datenbasis aus der therapeutischen Realität aufbauen!
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Claudia Kemper schrieb:
....und täglich grüßt das Murmeltier!
Es gibt nur einen Weg, um diesen immerwährenden Routindaten-Märchen den Stecker zu ziehen: Eine eigene valide Datenbasis aus der therapeutischen Realität aufbauen!
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